Laut einem Bericht von noe.ORF.at vom 13.07.2026 ermittelt die Polizei nach zwei Vorfällen am Bundesrealgymnasium Horn wegen Sachbeschädigung und Verhetzung.
Unbekannte Täter:innen sollen unter anderem den Schriftzug „Finger weg von Kindern“ neben eine Regenbogenfahne gesprüht und weitere gegen LGBTQIA+-Personen gerichtete Inhalte am Schuleingang angebracht haben. Wenige Tage später wurde auch die Laufbahn der Schule mit einem großen verhetzenden Schriftzug beschmiert.
Was hier als angeblicher Kinderschutz inszeniert wird, ist in Wahrheit Sachbeschädigung und Hetze.
Hetze schützt keine Kinder
Wer eine Regenbogenfahne mit Kindesmissbrauch in Verbindung bringt und das groß vor eine Schule sprüht, schützt keine Kinder. Er beschmiert eine Schule und verbreitet Hass.
Pädophilie hat mit Homosexualität so viel zu tun wie Sachbeschädigung mit Zivilcourage:
Gar nichts.
Punkt.
Kinderschutz braucht Verantwortung
Kinder schützt man nicht, indem man queere Menschen beschimpft, Schulen beschmiert oder Vorurteile an Wände sprüht. Kinder schützt man durch Aufklärung, Prävention, Hinschauen und durch Strukturen, die Betroffenen glauben und Täter:innen klar benennen.
Warum es Vereine wie die HOSI braucht
Genau deshalb braucht es Vereine wie die HOSI. Wir schaffen Räume, in denen Menschen lernen, Grenzen zu respektieren. Räume, in denen Jugendliche erfahren: Du bist nicht falsch. Und Räume, in denen klar ist: Gewalt, Missbrauch und Übergriffe haben keinen Platz, egal von wem sie ausgehen.
Vorsitzender Joe Schwarcz-Enzinger dazu:
„Was hier passiert ist, schützt kein einziges Kind. Es beschädigt eine Schule, verbreitet Hetze und macht queere Menschen zum Feindbild. Genau deshalb braucht es Aufklärung. Genau deshalb braucht es Vereine wie die HOSI.“
Vorurteile sind keine Haltung
Wer „Finger weg von Kindern“ und andere Parolen an eine Schule sprüht und daneben eine Regenbogenfahne attackiert, zeigt nicht Haltung oder Mut. Er zeigt Vorurteile. Und er zeigt, warum unsere Arbeit weiterhin notwendig ist.
Wir stehen gegen Missbrauch. Wir stehen gegen Gewalt. Und wir stehen gegen den Versuch, queere Menschen für Taten verantwortlich zu machen, mit denen sie nichts zu tun haben.
Quellen
noe.ORF.at, „Verhetzende Schriftzüge an Schule: Polizei ermittelt“, 13.07.2026. – https://noe.orf.at/stories/3362488/